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Eine moderne Pilgerfahrt durch die Kunst

Veduta aerea della cattedrale di Noyon

Ansicht der Kathedrale von Noyon.

Mein Name ist Lucia und ich will im Urlaub die „Via Francigena“ erkunden, eine alte Wallfahrtsstraße, die im Mittelalter meinen Heimatort Rom mit vielen wichtigen Kathedralen in ganz Europa verband. Ich weiß, dass die Pilgerstraße über Santiago de Compostela in Nordspanien und über viele interessante Orte in Frankreich nach Canterbury in Südengland führte.

Ich werde mit dem Auto unterwegs sein und möchte eine Route durch die interessantesten Gegenden in Italien und Frankreich planen, auf der ich berühmte und weniger bekannte Kathedralen und Pilgerunterkünfte entdecke. Ich würde gerne mehr über die Symbole und Bedeutungen der historischen Route und über die Architektur und Kunst der Gotik erfahren. Dass es das europäische MICHAEL -Portal gibt, habe ich aus einem Zeitungsartikel erfahren. Also habe ich mich entschlossen, einen Blick darauf zu werfen und zu sehen, ob ich Vorschläge und Informationen für meinen Reiseweg finde.

Auf der MICHAEL -Seite habe ich erst einmal mit der einfachen Suche nach „pellegrini“ (Pilger) gesucht. Ich fand viele Sammlungen als Webseiten, CD-ROM, Veröffentlichungen und Datenbanken. Mit Hilfe der erweiterten Suche konnte ich meine Anfrage genauer fassen, indem ich unter „geografischer Bezug“ „Francia“ (Frankreich) und unter „Zeitraum“ „XIII secolo“ (13. Jahrhundert) auswählte. Ich konnte meine Ergebnisse nach dem aktuellsten Eintrag sortieren und festlegen, dass ich zehn Einträge pro Seite sehen wollte.

Tuscania (VT), Lunetta del portale di San Pietro in Tuscia

Tuscania (VT), Lünette des Portals von San Pietro in Tuscia

Ich besuchte die Sammlung “Cathédrals de Picardie ” des Service Régional de l'Inventaire de France und sicherte das Ergebnis unter „meine Sammlungen“. Zurück auf der Homepage klickte ich auf die Europakarte und wählte Frankreich aus. Ich konnte einige interessante Webseiten über die Provence und Burgund finden, auf denen ich Museen und Kirchen mit einer Tradition der Heiligenverehrung entdeckte. Ich fand 21 Sammlungen zur Picardie. Die Einschränkung meiner Suche durch die Auswahl von „storia locale“ (Regionale Geschichte) brachte mir Ergebnisse, die nicht so ergiebig waren. Nachdem ich unter „Thema“ „religione“ (Religion) ausgewählt hatte, fand ich jedoch drei interessante Angebote. Das interessanteste war eine virtuelle Führung durch eine Ausstellung mittelalterlicher Reliquien des Musée du Trésor de la Cathédrale de Amiens. Ich konnte auch auf die Webseite des Museums gehen und fand dort die nötigen Informationen zu den Öffnungszeiten, Eintrittspreisen und die Erhältlichkeit italienischer Führer.

In der Beschreibung zu dem Museum habe ich den mir unbekannten Ausdruck „Cloisonée Goldschmied“ gelesen und beschlossen, mich darüber näher zu informieren. Nachdem ich den Begriff in die einfache Suche eingegeben hatte, erhielt ich vier Treffer, aus denen ich eine Sammlung französischer Goldschmiedeobjekte des Institute Ausonius der Universität von Bordeaux auswählte.

Da ich von Rom aus starten werde, suchte ich auch nach italienischen Bauwerken an der Via Francigena vor allem in der Region Latium. Dieses Mal habe ich mich entschieden, das italienische MICHAEL-Portal zu benutzen. Dort habe ich die Region Latium (Lazio) ausgewählt und meine Suche auf den Zeitraum vom 10. bis zum 14. Jahrhundert eingeschränkt.

Torri della cattedrale di Canterbury viste da sud-ovest, 1890 (Francis Frith)

Südwestansicht des Turms der Kathedrale von Canterbury, 1890 (Francis Frith)

Ich fand die digitale Sammlung “Censimento dei Santuari Cristiani in Italia” (Bestandsaufnahme der christlichen Heiligtümer in Italien). Bei der Auswahl „tipo di oggetti fisici collegati” (verwandte physikalische Objekte) wählte ich “religiöse Gebäude” und fand in der Ergebnisliste die Sankt Peter Basilika in Tuscia. Da mir das sehr interessant erschien, habe ich noch einmal in der erweiterten Suche unter „geografischer Bezug“ nach „Tuscia“ gesucht. Dadurch erreichte ich eine virtuelle Führung “Chiese romaniche in Tuscia” , die die Region Lazio anbietet. Die Beschreibung erwähnte eine digitale Karte, also besuchte ich die Webseite und betrachtete die Kirchen auf einer Karte. Darüber fand ich außerdem noch Angaben zu „Naturdenkmälern“ (“luoghi di interesse naturalistico e ambientale”) sowie zu „Spaziergängen durch Natur und Kultur“ (“percorsi a piedi tra natura e cultura”).

Ich habe festgestellt, dass diese kleine Region voller interessanter und wenig bekannter Baudenkmäler ist und reich an Symbolen und Ikonografie der alten Pilgerstraße. Deshalb habe ich mich entschlossen, den ersten Teil meiner Reise in Latium zu verbringen, und dann nach Arles in der Provence und Dijon in Burgund weiterzureisen.
Im nächsten Jahr möchte ich den englischen Teil der Pilgerstraße besuchen. Ich werde sicher auf MICHAEL zurückkommen, um Canterbury und Umgebung zu erkunden.

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