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Sakrale Landschaften, digitale Sammlungen

Stonehenge / Alle Rechte vorbehalten
Stonehenge

In Europa gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher sakraler Bodendenkmäler und Landschaften, vom britischen Weltkulturerbe Stonehenge in Wiltshire bis zu den Menhiren im französischen Carnac und der Felskunst des italienischen Val Camonica.

Während diese ikonischen Monumente den meisten von uns vertraut sind, sind manche doch auch weniger offensichtlich – man muss nur auf eine Wanderkarte schauen, um Dutzende von Hügelgräbern und Gräberfeldern in der Landschaft zu entdecken. Heutzutage können viele dieser Stätten digital im MICHAEL-Portal erkundet werden.

Großbritannien

Stonehenge ist Großbritanniens berühmteste prähistorische Stätte. Es steht auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes und befindet sich in Salisbury Plain, im Herzen einer der vielschichtigsten sakralen Landschaften weltweit. Von der Luft aus sieht man, dass sich um den Steinkreis herum im Umkreis von mehreren Meilen Steinkisten, Grabhügel und Steinreihen mit besonderen Merkmalen befinden, die darauf hinweisen, dass die alten Kulturen dieser Region wollten, dass sich ihre spirituelle Welt und ihr Glauben in der Landschaft widerspiegelt.

Das MICHAEL-Portal bietet die Möglichkeit zu einer umfassenden Suche nach Informationen über diese Stätte und ihre Epoche. Über die einfache Suche in MICHAEL nach dem Schlagwort „Stonehenge“ erreicht der Nutzer die Sammlung Window on Wiltshire, die interessante Informationen über die Archäologie in der Region rund um Stonehenge bereithält. Ein Blick in die Themen offenbart eine Vielzahl an interessanten Quellen über diese und andere alte Stätten in Wiltshire.

Dieses Denkmal untersteht der Verantwortlichkeit von „English Heritage“. Die dazugehörige Internetseite lädt dazu ein, auf mehreren Wegen etwas über die mysteriösen Ursprünge des Ortes herauszufinden. Sie liefert ebenso Informationen zur Entstehung von Stonehenge wie auch eine Zeitschiene.

Großbritannien hat weitere bekannte sakrale Landschaften, beispielsweise „Lake District“ und „Avebury Stone Circle“ in Wiltshire.

Die zahlreichen Steinkreise, die weit verstreut in der Landschaft des Lake Districts zu finden sind, sind eine Hinterlassenschaft der rituellen Aktivitäten unserer prähistorischen Vorfahren. Bei der Suche in MICHAEL findet man das „Living landscape“-Projekt. Dort gibt es Bilder von berühmten Denkmälern wie „Long Meg and Her Daughters“, Castlerigg Stone Circle und Swinside Strone Circle.

„Avebury Stone Circle“ ist der größte Steinkreis in Großbritannien und wahrscheinlich sogar der größte in Europa. Obwohl das Gelände mittlerweile durch Straßen und die heutige Stadt geteilt ist, kann man online noch viel davon sehen. Die Webseite des Wiltshire County Council präsentiert Neuigkeiten zu aktuellen archäologischen Fundne in Avebury und anderen Gegenden .
Erkunden Sie doch die weite Landschaft Aveburys im virtuellen Rundgangvon Clive Ruggles auf der Webseite des „Arts and humanities Data Service“ (AHDS)!

Weitere Informationen über die prähistorischen Begräbnisstätten erhalten Sie bei Past Perfect und in der virtuellen Welt von Low Hauxley im Peak District: http://www.pastperfect.org.uk/sites/lowhauxley/index.html .

Gesamtansicht auf den Petit-Mont nach der Restaurierung  / © C. -T. Le Roux (Ministère de la culture / SRA Bretagne)
Gesamtansicht auf den Petit-Mont nach der Restaurierung

Frankreich

Frankreich und Großbritannien haben gemeinsame keltische Vorfahren. Vor allem in der Bretagne, wo viele Bewohner immer noch bretonisch sprechen - eine dem Walisischen und der Sprache in Cornwall eng verwandten Sprache.

Carnac ist einer der berühmtesten Küstenlandstriche in der Bretagne. Aber es ist auch eine der wichtigsten archäologischen Stätten in Europa. Reihen mit hunderten von Menhiren sind im Norden der Stadt auf einem Feld aufgereiht.

Vermutlich wurden sie um 3.000 vor Christus aufgestellt, möglicherweise im Zusammenhang mit Ahnenverehrung. Das französische Département Morbihan, zu dem Carnac gehört, weist eine hohe Anzahl an alten Monumenten aus dem Neolithikum (um 5.000 bis 2.000 vor Christus) auf.

Die Webseite Megalith In Morbihan listet etwa 500 historische Stätten auf und gibt Informationen, wie man mehr über sie herausfinden kann. Menhire, „stehende Steine“, gibt es überall in dieser Gegend. Frühe Gräber, beispielsweise Ganggräber, befinden sich vor allem an der Küste; Begräbnis-Galerien aus dem späten Neolithikum vor allem auf der nördlichen Hälfte der Halbinsel Morbihan.

Diese Webseite ist eine von vielen Publikationen über berühmte archäologische Stätten, auf denen mehr über die Vorgeschichte herausgefunden werden kann, zum Beispiel über die „Menschen der Seen“, das „Leben an der Donau vor 6.500 Jahren“, „Die Höhle von Lascaux und „Die Höhle von Chauvet“.

Detail eines gravierten Steins (25) vom Dolmen-Korridor in Gavrinis.  / © N. Aujoulat (Ministère de la culture / CNP)
Detail eines gravierten Steins (25) vom Dolmen-Korridor in Gavrinis.

Italien

Italien weist eine lange und bewegte Geschichte auf, vom Glanz des antiken Roms zu Wohlstand und Macht der Handelsstädte in der Renaissance – aber sein archäologisches Erbe reicht weiter zurück als bis zu den Tagen Romulus’ und Remus’.

Eine gute Seite, um die archäologischen Stätten in Italien zu erkunden, ist: http://www.archeologia.beniculturali.it .
Von dieser Internetseite gelangt manzu den wichtigsten Museen in Italien mit ihren archäologischen Sammlungen, von denen es tatsächlich hunderte gibt:
http://www.archeologia.beniculturali.it/pages/atlantearcheo/AtlanteRegioni.html

Dolmen und Menhire sind insbesondere im Süden Italiens und in Sizilien nichts Ungewöhnliches, Felskunst kann in ganz Italien gefunden werden. Die italienische Seite „Rupestre“ enthält viele Links auf Internetressourcen, die eine Brücke in die Vergangenheit schlagen. Um die interessantesten Plätze zu lokalisieren, gibt es eine interaktive Karte, die auch Beispiele aus Österreich und der Schweiz beinhaltet.

Das Neolithikum war in Norditalien eine Zeit des allmählichen Übergangs von der Jagd zur Landwirtschaft, was sich auch am vermehrten Vorkommen von Töpferwaren und Steinreliefs zeigt, die in dieser Region gefunden wurden. Mehr über diese entscheidende Epoche in der Frühgeschichte Italiens präsentiert die Internetseite des Castello Sforzesco in Mailand, das einen virtuellen Rundgang durch die prähistorische Abteilung der Sammlung des Archäologischen Museums anbietet.

Die Bräuche der Vergangenheit zu verbildlichen ist einfacher geworden, seit Archäologen die überraschende Felskunst im Camonica-Tal in Italien entdeckt haben. Mittlerweile als Weltkulturerbe geschützt, beherbergt Val Camonica hunderte wertvolle Felskunstwerke aus der Eiszeit, die größtenteils Krieger und Schlachtszenen zeigen. Das Tal muss vor 2.500 Jahren ein Platz voller Ereignisse gewesen sein! Einige der eindrucksvollsten Szenen können auf der Internetseite Rupestre angesehen werden: Das digitale Archiv von Steinen und Schreibtafeln zeigt Funde der Region.

Weitere Informationen und Artikel über sakrale Landschaften in Europa und weltweit präsentiert die  Arte Preistorica.

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